17.03.2012

HORR in London: Die Belvoir-Männerachter fahren vor

Zwei Wochen nach dem Exploit der beiden Frauenachter fuhren 16 Ruderer und zwei weitere Steuerfrauen nach London an die Themse für Ruhm, Ehre und ein grosses Erlebnis

Zum ersten Mal konnten wir zwei Achter zum grössten Achterrennen Europas schicken; für viele war es das erste Rennen in London. Wie bei den Frauen stand am Freitag das Einstellen der Boote und das Erkunden des Flusses im Zentrum. Joyce Maher kämpfte dabei mit einem gar klein gebauten Boot, während Anna Bjarnadóttir eine Schrecksekunde erlebte, als sie in einer Untiefe das Schwert verlor. Zum Glück konnte Joyce dank viel Aufopferung und positiver Einstellung mit dem Boot auskommen, während die Firma Stämpfli vor Ort das Schwert ersetzte. Stéphanie Lindner, frisch gekürte Overseas-Siegerin, musste oder durfte fürs Training in Joyce’ Achter Robert Grass ersetzen, während der von einer Skiverletzung frisch genesene David Albrecht Gregor Jotzu in Annas Achter vertrat.

Der Samstag kündigte mit Regen den Start des Rennens an. Annas Achter, als Belvoir-zwei gemeldet, war schon als Nummer 38 am Start. Die tiefe Startnummer entsprach noch nicht der Stärke der Mannschaft, was dazu führte, dass einige Boote Anna, Gregor, Lukas Gomez, Philippe Arnez, Roger Wallimann, Wolfgang Gentzcke, Albert Comboeuf, Urs Steiner und Philipp Mensch überholten und die Eigenmotivation eine Herausforderung war. Nichtsdestotrotz kämpften sich die Neun tapfer über die Strecke und wurden als 304. klassiert, somit schlugen sie als Neulinge immerhin knapp hundert weitere Achter. Anna meisterte dabei die anspruchsvolle Strecke in ihrem ersten Themse-Rennen mit Bravour, und Roger, erst zwei Wochen zuvor ins Training und den Achter eingestiegen, leistete Grossartiges.

Mit Startnummer 72 legten Joyce, Michael Hegetschweiler, Franz Gravenhorst, Philippe Denier, Robert, Dimitri Weitnauer vom RC Thalwil, Jonathan Perraudin, Reinhard Heckel und Brian Aebersold ein tolles Rennen hin, das man sich unter anderem auf Youtube ansehen kann. Wie schon am Sonntag zuvor bewies die Mannschaft Rennstärke, nur im Endspurt ging der gemeinsame Rhythmus zugunsten des Kampfgeistes unter. Joyce konnte zum vorläufigen Abschluss ihrer Trainerinnen-Karriere mit ihrem Achter das beste Belvoir-Resultat vom Vorjahr um weitere 20 Plätze steigern und den 54. Rang von 399 klassierten Mannschaften erobern.

Bilder, auch vom Women’s Eight Head und Züri-Thalwil kann man hier sehen.

Alle Resultate des Men’s Head sind hier.

Camille Codoni

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