
Angelina auf dem Weg zu Silber im Leichtgewichtsskiff U23

Jenny & Stéphanie im 2- kämpfen gegen Wind und harte Generinnen

Eliane im Leichtgewichtsskiff U23 hatte einiges Pech

Yvonne sammelt im Skiff wertvolle Erfahrungen gegen internationale Gegnerinnen

Angelina & Eliane an der Regattastrecke in Duisburg
15.05.2010 bis 16.05.2010
Schnelle Angelina in Duisburg
Angelina Casanova stürmt das Podest an der internationalen Wedau-Regatta in Duisburg
An der internationalen Wedau-Regatta in Duisburg (http://wedau-rowing.com) am Auffahrtswochenende nahmen fünf Belvoirruderinnen teil. Angelina startete für den Schweizer Ruderverband im Leichtgewichtsskiff der unter 23jährigen; in dieser Bootsklasse hat sie schon zweimal an U23-Weltmeisterschaften teilgenommen und hat sich eine für ihr letzes Jahr als U23-Ruderin das erneut vorgenommen. In derselben Bootsklasse startete Eliane Baumberger für unseren Verein, in der offenen Alters- und Gewichtsklasse starteten zudem Yvonne Wäger im Einer und der Zweier-ohne mit Jenny Weinkopf und Stéphanie Lindner. Mit Ausnahme von Jenny, die als Juniorin eine WM-Medaille gewonnen hat, fuhren unsere Clubruderinnen zum ersten Mal an einer so stark besetzte Regatta in Kleinbooten.
Angelina zeigte ihre ganze Routine als erfahrene U23-Ruderin: Im Feld der 18 Ruderinnen fuhr sie am Freitag souverän im Vorlauf dem Feld davon und qualifizierte sich mit einem Sieg fürs Halbfinale. Im Halbfinal vom Samstag steigerte sie sich erneut und fuhr mit der Griechin Christina Giazitzidou die ersten 1000 Meter mit. Als nach 1250 Metern klar war, dass diese zwei sowie die Deutsche Nora Wessel auf sicherem Weg ins Halbfinale waren, nahmen sie Tempo raus. Angelina überholte die Griechin noch, während die Deutsche das Rennen gewann. Im Final am Nachmittag dann dominierte die Griechin Christina Giazitzidou das Rennen, ihr Vorsprung war sieben Sekunden schon bei Steckenhälfte. Diese Ruderin ist eine äusserst erfolgreiche Athletin, im letzten Jahr gewann sie an den U23-Weltmeisterschaften, an der Elite-WM und den Europameisterschaften den Leichtgewichts-Doppelzweier. Angelina machte aber mit allen anderen kurzen Prozess, überholte in einem perfekten Rennen auf den zweiten Fünfhundert Metern die Engländerin Lottie Burgess und konnte bis zur 1500 Metermarke bereits offenes Wasser zu ihren Verfolgerinnen legen. Mit einem souveräner zweiter Rang machte sie das enttäuschende Rennen der Regatta Lauerz vergessen und baute sich Selbstvertrauen und einen Namen auf für die weiteren internationalen Rennen.
Nach diesen drei harten Rennen musste sich Angelina am Sonntag einer guten Auswahl von deutschen Ruderinnen stellen, um mit mindestens Platz zwei ins Finale zu fahren. Technisch gelang es nicht mehr so gut wie am Vortag, mit einem knappen Sieg setzte sie sich aber durch. Das Final war ebenfalls nicht dieselbe Glanzleistung wie am Samstag, zudem hatte die Deutsch Leonie Pless auf der windgeschützten Bahn 1 Vorteile im böigen Gegenwind. Angelina fuhr die ersten 1000 Meter eher verhalten, während die Griechin erneut davonzog, gejagt von Leonie Pless. Angelina löste sich in der zweiten Streckenhälfte dann von zwei Französinnen und wurde klar Dritte.
Unsere anderen Mannschaften schlugen sich ebenfalls wacker. Eliane Baumberger lag im Vorlauf vom Freitag bei Streckenhälfte noch auf dem sicheren dritten Platz, mit dem sie sich für die nächste Runde qualifiziert hätte. Zwei Krebse machten dem aber einen Strich durch die Rechnung. Der Ärger darüber half, dass sie sich am Sonntag morgen mit einem dritten Platz fürs B-Finale qualfizierte. Im B-Finale lief es zwar nicht ganz nach Plan, Eliane lag kurz vor dem Ziel aber immerhin auf Rang vier. Doch dann kam das Pech vom Freitag zurück, sie verlor ein Ruder und fiel ins Wasser.
Der Zweier-ohne startete am Samstag stark und hielt die ersten 500 Meter gut mit dem einzigen gegnerischen Boot des deutschen Riemenkaders mit. Dann machte sich aber fehlende Routine bemerkbar, sie konnten den Rückstand aber auf 12 Sekunden beschränken. Am Sonntag galt es im Vorlauf ein Boot zu schlagen. Technisch ruderten Jenny und Stéphanie zwar nochmals besser, doch im Gegenwind war es ihnen nicht möglich, mit dem Tempo der Ruderinnen aus England und Deutschland mitzuhalten.
Yvonne Wäger bekam das internationale Niveau hart zu spüren. In ihrem erst dritten Ruderjahr und an ihrer erste zweiten Regatta im Skiff konnte sie mit den schnellsten Skullerinnen nicht lange mithalten - ganz im Gegensatz zur nationalen Regatta in Lauerz drei Wochen früher, die sie souverän gewonnen hatte.
(Camille Codoni)
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