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Langstreckenrennen Ellikon-Eglisau
Am selbsternannten "härtesten Langstreckenrennen der Schweiz" von Ellikon nach Eglisau nahmen dieses Jahr nicht weniger als drei Achter unseres Clubs teil. Dank der grosszügigen Leihe der Nachbarn vom RC Kaufleuten waren wir auch mit genug Booten ausgerüstet, um die 11 Kilometer den Rhein abwärts anzugehen.
Am Start war unser erster Männerachter mit Philippe Denier und Franz Gravenhorst als Leistungsträgern - und sie waren auch die Einzigen, die im Frühling dieses Jahres ebenfalls am Head of the River Race in London dabei waren. Zur Mannschaft kamen die Junioren Jonathan Perraudin und Lukas Gomez, Austauschstudent Brian Aeberold, die Freshmen des letzten Jahres Thomas Gnehm und Philippe Arnez und der Neo-Leistungssportler Urs Steiner dazu; Debbie Bregenzer steuerte. Die Mannschaft überholte gleich auf der Startlinie den Seeclub Zug und klassierte sich als sechstes Boot in 37:19, rund zweieinhalb Minuten hinter den Siegern aus Krefeld. Nur zwei Schweizer Achter waren schneller: der Seeclub Zürich und eine Renngemeinschaft als schnellste Masters-Crew.
Die Bedingungen waren am Start chaotisch, denn trotz Trockenheit war die Strömung in Ellikon stark, und garstig besonders in Rüdlingen und an der Tössegg, wo der Westwind sowohl gegen die Strömung als auch gegen die Boote blies. Das bekamen vor allem unsere Freshmen zu sprüren, die auf dem Rhein wenn nicht ihre Meister-, so doch ihre Gesellenprüfung ablegten. Sonja Heule steuerte den Freshmen-Achter und verlor die Stimme, nachdem sie die Coxbox nach Streckenhälfte im Stich liess. Wolfgang Gentzke, Reinhard Heckel, Andreas Ramsteiner, Patrick Hofmann, Max Wolters, Albert Comboeuf und Enrico Bender kämpften sich tapfer durch Wind, Strömung und Wellen mit Unterstützung von Stéphanie Lindner, die Steffen Grüber ersetzte. Sie brauchten 43 Minuten und 42 Sekunden für die Strecke, was im Vergleich zu den anderen Achtern auch aufzeigt, wieviel Erfahrung und jahrelanges Training ausmachen. Damit klassierten sie sich als 33. von 38 Teams. Der Achter der "Freshwomen" mit unserer Expräsidentin Anna Bjarnadottir am Steuer konnte die Mannschaft der "Küsnacht Oldies" schlagen und legte die Strecke in 46:20 zurück. Ruderchefin Ulrike Lohmann, Juliane Brülle und Binja Feusi waren die erfahreneren Ruderinnen im Boot, während Rebecca Sasso, Johanna Hilfiker, Gessica Gambaro, Marianne Müller und Michaela Erni mit dem Rennen die zwei Kursmonate beendeten.
Das harte Rennen hat Appetit auf mehr gemacht: Einige der neuen Ruderinnen und Ruderer haben sich bereits dafür entschieden, die Ruderkarriere fortzusetzen. Wir können uns darauf gefasst machen, noch viel mehr Achterrudern zu sehen diesen Winter und den Bedarf für einen neuen Achter locker aufzuzeigen.
Camille Codoni

