05.09.2009
Klara Honsl und Linda Schlemmer sind Vize-Studenteneuropameisterinnen
Die zehnköpfige Schweizer Delegation kehrt mit einer Silbermedaille im Frauen Zweier-ohne von den 5. Studenten-Europameisterschaften im polnischen Kruszwica heim. Die anderen vier Boote haben das A-Final verpasst, wenn auch zum Teil nur knapp: Damian Senn (SC Wädenswil, ETH Zürich) im schweren Skiff fehlten nur ein paar Zehntelsekunden fürs A-Finale, er gewann dann das B-Final klar. Pascal Zibung (SC Luzern, Uni Luzern) im Leichtgewichtsskiff erging es ähnlich: Im Hoffnungslauf lieferte er sich einen harten Kampf mit dem Holländer Erik Dietrich, den er auf den dritten Fünfhundert Metern verlor. Im B-Final kam er im Gegenwind schlechter vorwärts als seine Gegner und belegte den vierten Platz. Auch wenn die Männer noch nicht ins A-Finale fuhren, verbuchte es das Schweizer Team als Erfolg, erstmals in den Männerdisziplinen am Start gewesen zu sein.
Bei den Frauen waren drei Boote am Start: Sandra Kummer (Belvoir RC Zürich, Fachhochschule Wädenswil) im Leichtgewichtsskiff gewann an ihrer ersten Studenten-EM wertvolle Erfahrungen gegen sehr starke Konkurrenz, konnte aber noch keine Gegnerin schlagen und belegte Platz 12. Im Vierer-ohne starteten nebst der letztjährigen Siegerin im Achter, Jane Allison (Belvoir RC Zürich, ETH Zürich), auch drei neue Studentenruderinnen: Salome Handschin (Belvoir RC Zürich, ETH Zürich), Andrea Weber (RC Baden, ETH Zürich) und Rachel Mendez (RC Baden, Uni Zürich) fuhren ihre ersten gemeinsamen Rennen. Die neue Mannschaft steigerte sich von Rennen zu Rennen, verpasste das A-Finale zwar, lieferte sich im B-Final ein packendes Rennen mit der Uni Poznan, das sie im Endspurt für sich entschieden, somit belegten sie den sechsten Schlussrang.
Klara Honsl und Linda Schlemmer traten nach Silber (2007) und Gold (2008) im Achter dieses Jahr im Zweier-ohne an, in dem sie auch amtierende Schweizer Meisterinnen sind.
Sie setzten sich mit einem fulminanten Start mit Schlagzahl 46 an die Spitze und kämpften mit den schottischen Meisterinnen über 1000 Meter um die Führung. Nach Streckenhälfte mussten sie die körperlich überlegenen - oder besser: überragenden! - Studentinnen aus Edinburgh ziehen lassen, hielten die Mannschaften aus Cambridge und Durham aber immer auf Distanz.
Die polnischen Gastgeber haben uns eine sehr gute und sehr stark besetzte Regatta organisiert. Zudem haben die Polen selber, und vor allem die Universitäten in Bydgoszcz, die Regatta dominiert, und dies mit herausragenden Leistungen. Die Männerachter fuhren bespielsweise schon in den Vorläufen 5:39 und 5:42.
Camille Codoni
Zurück