22.05.2010 bis 23.05.2010

Gute und weniger gute Überraschungen an der Pfingstregatta auf dem Rotsee

An der erstmals ausgetragenen Pfingstregatta am Rotsee trat eine fast vollzählige Belvoirabteilung an. Mit 32 Mannschaften waren wir am Start, wobei wir bei den Junioren mit 18 Meldungen am meisten Boote aufs Wasser schickten. Da sich unsere neun jungen Ruderer in ihrem Werdegang in allen drei Alterskategorien befinden, starteten sie vor allem in Skiffs und Doppelzweier. Zum erstenmal am Start war Lena Mettler im Einer der jüngsten Juniorinnen (U15). Sie startete fulminant, nur ihre Unerfahrenheit und ein paar Krebse verhinderten schliesslich eine bessere Platzierung als Rang 4. In ihrem zweiten Rennen am Sonntag steigerte sie sich bereits und wurde Fünfte des Finalrennens. Nach zwei Skiffrennen in Lauerz bekam Flint Harrison in seiner Altersklasse Unterstützung von Enrico Ermanni, sie starteten sowohl in Skiffs als auch im Doppelzweier. Sie wurden am Samstag Fünfte und am Sonntag holten sich in einem harten Zweikampf den vierten Platz im Doppelzweier, zudem belegte Enrico am Samstag den dritten Rang im Skiff und Sonntag Platz sechs, Flint wurde zweimal Fünfter. Jonathan Perraudin und Maurice Coens gingen wieder im Doppelzweier an den Start, wurden am Samstag Vierte und am Sonntag Sechste.
Charlotte Fischer fuhr sowohl Skiff als auch Doppelzweier mit Livia Büchel vom RC Thalwil. Die Renngemeinschaft war noch nicht erfolgreich und auch im Skiff wollte es dieses Wochenende nicht recht klappen, ein drittrer Rang am Sonntag war immerhin ihre beste Leistung. Nach vier Rennen am Wochenende zuvor an der Regatta Varese startete Philippe Denier diesmal nur im Skiff, wo er zweimal Zweiter bei den Junioren U19 wurde. Am erfolgreichsten war Shari Paternostro, sie gewann im Skiff Juniorinnen U19 ihre Samstagsserie und die Silbermedaille im Final vom Sonntag.
Die Eliteruderinnen gingen in verschiedenen Besatzungen in Grossbooten an den Start. An beiden Tagen gewannen sie deutlich den Achter gegen Cham/Thalwil/Aarburg und gegen unsere Gäste aus London, wobei sich der Achter am Sonntag steigerte, den Vorsprung auf 15 Sekunden ausbauen konnte und eine Zeit von 6:40 hinlegte. Weniger erfreulich sind bislang die Resultate im Frauen-Doppelvierer, der die Ränge zwei und drei belegte, und die Geschwindigkeit zum Gewinnen noch sucht. Suboptimal war auch das Samstagsrennen von Sandra Kummer im Leichtgewichtsskiff, das sie auf dem vierten Rang beendete. Am Sonntag kehrte sie den Spiess um, überholte auf den dritten Fünfhundert Metern kurzerhand die Siegerin vom Samstag, die ihr einen Tag zuvor noch 19 Sekunden gegeben hatte. Im Endspurt erwies sich die Schaffhauserin Lea Holenstein dann aber doch als stärker und verwies Sandra auf den dritten Platz.
Jolanda Hofschreuder gab am Rotsee ihr Comeback nach der Babypause im Zweier-ohne mit Linda Schlemmer und gewann am Samstag; am Sonntag verloren sie gegen ein deutsches Kaderboot. In den Frauen Elite-Doppelzweiern waren drei verschiedene Mannschaften am Start. Am Samstag wurden Eliane Baumberger und Christina Bauer Vierte und Henriette Grimmel mit Sandra Kummer Dritte. Überraschend auftrumpfen konnten in unserem letzten Rennen des Wochenendes Eliane und Shari, die die zweite Serie deutlich gewannen und die zweitbeste Zeit aller Serien aufstellten.

(Camille Codoni)

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