07.09.2011 bis 11.09.2011

FISA Masters WM 2011 in Poznań (Polen) – 3x Gold

Statt an der Jubiläumsregatta am Rotsee teilzunehmen, fuhren Claire Herrmann und ich zusammen mit Ewelina Guzik und Cornelia Meyer vom RC Kaufleuten zur Masters-WM, die dieses Jahr in Poznań stattfand. Für mich war es nach Wien (2009) und München (2010) die 3. Internationale Masters-Regatta, für Claire die erste. Zum Auftakt fuhren wir bei Regen, Wind und Wellen einen Doppelvierer und lernten damit die Regattastrecke kennen.

Mein Ruderziel für dieses Jahr war es, in Poznań im Skiff meinen Heat zu gewinnen, nachdem ich 2009 vorletzte und 2010 einmal zweite und einmal dritte geworden war. Glücklicherweise hatte sich bis zu meinem Skiffrennen am Freitag nachmittag der Wind einigermassen gelegt, und es herrschten recht gute Bedingungen. Als Rennstrategie hatte ich mir fest vorgenommen, diesmal nicht zu langsam zu werden auf den zweiten 250m, weil das letzte Woche in Uster dazu geführt hatte, dass mir meine Konkurrentinnen wegfuhren. Aber so einfach ist das Starten für mich schon nicht, denn nach dem Start war ich wieder mal vorletzte. Bei 500m war ich fast gleich auf mit der ersten und konnte danach den Vorsprung stetig ausbauen und gewann überglücklich mein Heat in der Masters-B Kategorie (36-42 Jahre). Bei der Masters-WM ist es so, dass die Gewinnerin / der Gewinner jedes Heats eine Medaille bekommt, aber es gibt keine Finals. Insofern ist der nachträgliche Vergleich mit den anderen Heats interessant, um zu wissen, wie man im gesamten Feld steht. Zu meiner grossen Überraschung und zu meiner noch grösseren Freude stellte ich fest, dass ich mit 0.2 Sekunden Vorsprung sogar die allerschnellste Zeit aller Masters-B Skiffs hatte!

Am nächsten Morgen war ich eingeladen, im Hamburger Hansa-Achter mitzurudern, worüber ich mich sehr freute, weil dieser hochkarätig besetzt war und der Erwartung, dieses Heat zu gewinnen, auch gerecht wurde. Die Konkurrenz in diesem Rennen waren Barnes Bridge, die von Debbie gesteuert wurden und die wir nur knapp mit 2 Sekunden Vorsprung schlugen. Danach stand mein eigentliches Skiffrennen an, in der Kategorie C (43-50 Jahre), also in meiner Altersklasse. Trotz müder Beine gelang mir auch hier ein Sieg meines Heats, womit ich meine eigenen Erwartungen an die Masters-WM mehr als erfüllte. Hier war es die drittbeste Zeit aller 27 Skiffs in der Masters-C Kategorie, worüber ich mich sehr freute, zumal ich letztes Jahr nur knapp im oberen Drittel lag.

Im Doppelvierer mit Claire, Ewelina und Cornelia sowie im Masters-B Doppelzweier mit Claire kamen wir leider nur auf den vorletzten Platz. Claire und ich fuhren bei Wind + Wellen im Masters-A 2x auf den 3. Platz. Wir alle sammelten wertvolle Rennerfahrungen und genossen die Masters-WM und die Stimmung dort sehr. Nächstes Jahr findet die Masters-WM in Duisburg statt. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich noch ein paar Masters begeistern könnte, dort mitzurudern, denn die Atmosphäre ist prima. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Duisburg!

Einen Überblick über alle Resultate der diesjährigen Masters-WM findet Ihr hier.

Ulrike Lohmann

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