13.09.2009

Fabrizio Güttinger an der EM im 15. Rang

Gelungener Wiedereinstieg in die internationale Ruderszene

Das erste Jahr seines Comebacks hat Fabrizio Güttinger mit drei harten, lehrreichen Rennen an den Europameisterschaften im weissrussichen Brest abgeschlossen. Nachdem die Leistungen dieses Jahres stets unsere Erwartungen übertroffen haben und die Vorbereitung zur EM sehr gut verlief, waren wir sehr gespannt darauf, wo sich Fabrizio unter den besten europäischen Einerruderern einreihen würde.
 
Im Vorlauf am Freitag verliefen die ersten 1000 Meter optimal: Fabrizio ging im Start eine Länge in Führung und hielt mit einem leichten, runden Rhythmus diesen Vorsprung vor der Slowakei, Kroatien, Weissrussland, Slowenien und Tschechien. Nach der Streckenhälfte kam dann aber der Hammer. Fabrizio konnte das Tempo noch nicht über die ganze Strecke halten und fiel auf den vierten Platz zurück. Am gleichen Tag im Hoffnungslauf ging es bereits besser: Fabrizio spielte seine Startschnelligkeit erneut aus und war bei 1500 Metern noch an dritter Stelle, die für den Einzug ins Halbfinale gereicht hätte. Dann aber fehlte das Stehvermögen, im Fünfkampf mit dem Franzosen, Ukrainer, Letten und Slowenen sich einen Halbfinalplatz zu sichern. 1,5 Sekunden, weniger als eine Bootslänge, fehlten für den Einzug unter die besten Zwölf.
 
Im C-Final am Samstag steigerte sich Fabrizio erneut. Er fuhr sein bestes und gleichmässigstes Rennen, auch wenn die Endphase der Schwachpunkt blieb. Rang 15 tönt ernüchternd, doch Nationaltrainer Tim Foster betonte, dass Fabrizio nur etwa 10 Sekunden zum Schnellsten fehlten. Gewonnen wurde der Einer am Sonntag vom Litauer Minaugas Griskonis, dem siebten der diesjährigen Weltmeisterschaften. Der Wiedereinstieg in die internationale Ruderszene mit nur einem Trainingsjahr in den Beinen kann durchaus als Erfolg verbucht werden. Der SRV-Direktor Christian Stofer betont in seinem Bericht denn auch, dass Fabrizios Wiedereinstieg zu den erfreulichen Ereignissen dieses Jahres gehören. Und auch der Tagesanzeiger fand in einer Reportage Gefallen an unserem einzigen Mann im Elite-Team.

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(Camille Codoni)

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