28.02.2010

3. SRV-Langstreckentest in Mulhouse

Belvoir nutzt die schwierigen Bedingungen und gewinnt dreimal

Nur wenige Tage nach der Rückkehr aus dem Trainingslager in Sabaudia (IT) reisten die ehrgeizigsten Belvoirruderer zum letzten SRV-Langstreckentest in Mulhouse (F). Der zweite Test hatte wegen Eis nach Sarnen verlegt werden müssen. Auch der dritte hatte kein Wetterglück: Starker, böiger Wind machte das Rennen sehr anspruchsvoll und führte leider zu nicht sehr aussagekräftigen Resultaten. Philippe Denier und Shari Paternostro mussten sogar an Land bleiben, weil die Juniorenrennen abgesagt wurden.

Auch wenn die Bedingungen sehr wechselhaft waren und gegen Ende immer extremer wurden, haben wir Ruderinnen, die damit umzugehen wissen. Allen voran Martina Ernst: Sie gewann diesen Test im Frauenskiff und löste damit Regina Naunheim (SC Wädenswil) ab, die seit einigen Jahren ungeschlagen war. In den ersten zwei Langstreckenrennen war Martina noch vom Pech verfolgt: Im ersten war sie verletzt, im zweiten lief es überhaupt nicht nach Plan und sie wurde Siebte. Ein Sieg mit persönlicher Bestzeit an den Swiss Indoors und ein erfolgreiches Trainingslager später hat sie sich am Sonntag aber an die Spitze der Schweizer Frauen gesetzt. Auch Angelina Casanova kämpfte sich erfolgreich durch den Wind und wurde Gesamtfünfte, innerhalb des sechsköpfigen Leichtgewichtskaders belegte sie den dritten Platz, und sie verteidigte den ersten Rang als beste U23-Ruderin. Yvonne Wäger, im zweiten Test von Sarnen noch Neunte, wurde Elfte, Eliane Baumberger und Stéphanie Arbenz hatten am meisten Wind und klassierten sich schliesslich auf den Rängen 14 und 16.

Unsere amtierenden Schweizer Meisterinnen im Zweier-ohne Linda Schlemmer und Klara Honsl traten in umgekehrter Sitzordnung an, Linda nahm zum ersten Mal in einem gemeinsamen Rennen die Schlagposition ein. Klara hatte erst im Trainingslager in Sabaudia mit dem Rudertraining nach längeren Krankheitsphasen wieder anfangen können. Ein neuer stark besetzter Zweier-ohne aus der Westschweiz trat an, Linda und Klara herauszufordern. Im starken Wind waren beide Mannschaften technisch und physisch stark gefordert, schliesslich setzten sich Linda und Klara mit einer Sekunde Vorsprung durch.

(Camille Codoni)

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