Pfingst-Wanderfahrt 2010: Von Biel nach Solothurn
Traumhafte Landschaften, beeindruckende Winde, viel Sonnenschein, historische Orte, feines Essen und eine tolle Gruppe, die avec les deux amis de Colmar im Zeichen der Französisch-Schweizerischen Ruderfreundschaft stand.
Gestartet sind wir am Pfingstsamstagmorgen, 22. Mai, vom Bieler Seeclub. Die Bise ‚zwang’ uns, dem südöstlichen Ufer des Bielersees zu folgen. Wir mussten uns tüchtig ins Zeug legen und erreichten den karibisch anmutenden Strand in Epagnier um fünf vor zwei und damit gerade noch rechtzeitig, um bei einem köstlichen Mittagessen neue Kräfte zu sammeln. Denn die Wellengänge auf dem Neuenburger- und Murtensee hatten uns so einiges abverlangt. Etwas ruhiger war es auf dem Canal de la Broye, wo wir mit Blick auf den Mont Vully/ Wistenlacherberg interessiert Hanspeters Ausführungen zum keltischen Oppidum von Bas Vully folgten. Diese Keltenstadt war mit einer Variante des Murus Gallicus verschanzt gewesen. Julius Cäsar vertrieb die Helvetier dann allerdings wieder. Im hübschen Winzerort Praz sur Vully, am Fusse dieses bedeutsamen Berges, übernachteten wir und liessen den Tag bei Chasselas und Fischknusperli ausklingen.
Als wir in Biel resp. Nidau in der Lago Lodge (mit fantastischem Bier aus der hauseigenen Brauerei) ankamen, waren unsere Crews schon so gut zusammengewachsen, dass wir die Fünferbesetzung auch für die Nacht beibehalten wollten. Im Gasthof Kreuz in Nidau, wo wir kulinarisch verwöhnt wurden, überraschte uns dann noch Thomas von Holzen, ein engagierter (Wander-)Ruderer, der Ende 2007 – bedauerlicherweise – von Zürich nach Biel und damit von Belvoir zum Seeclub wechselte. Wir haben ihm zum Abschied das Versprechen abgenommen, dass er uns wieder einmal auf eine Wanderfahrt begleiten wird.
Den dritten und letzten Tag verbrachten wir auf der Aare; der Wind hatte nachgelassen, so dass wir die Fahrt nach Solothurn entspannt und genüsslich angehen konnten. Die Schleuse bei Nidau hatten wir am frühen Morgen noch ganz für uns allein! Insbesondere ab Büren überraschte die Strecke immer wieder mit neuen schönen Ausblicken, mit kleinen Naturparadiesen, vielen Vögeln, brütenden Schwänen und natürlich mit Störchen. In Altreu, mehr oder weniger unter einem Storchennest, haben wir Zmittag gegessen. Mit einer kleinen Stadtabfahrt – Sightseeing nicht nur für Joëlle und Frédéric – und einem ausgesprochen erfrischenden Sprung in die Aare haben wir unsere Vier Kantone- / Drei Seen- / Zwei Kanäle- / Ein Fluss-Fahrt im barocken Solothurn dann zu einem glücklichen und zufriedenen Ende gebracht.

